Vor 30 Jahren hatte mein Vater preisgünstig die von Infogrames entwickelten, sowie veröffentlichten Action-Adventures Alone in the Dark von 1992, welches als Begründer des Untergenres Survival Horror gilt, und Alone in the Dark 2 von 1993 erworben. Obwohl der Computer für die Spiele mehr als genug Arbeitsspeicher besaß, bekam er die Spiele nicht gestartet. Das lag daran, dass unter DOS nicht mehr ausreichend konventioneller Speicher unterhalb der ersten 640 Kibibyte war und grundsätzlich Expanded Memory benötigte. Das verstand mein Vater aber nicht, und dadurch leider auch ich noch nicht.
Vor wenigen Wochen habe ich mal wieder die von einem früheren Mitbewohner individuell zusammengestellte, gebrannte CD mit einer Sammlung von alten DOS-Spielen durchstöbert und bin wieder auf die beiden ersten der inzwischen um einige Spiele mehr umfassenden Alone In The Dark Reihe gestoßen, und habe sie mal auf einem neu zusammengestellten DOS-PC mal durchgespielt.
Die Spiele sind recht realistisch. So gibt es keine Auswahl an Schwierigkeitsgraden, sondern nur einen. Und der ist recht herausforderungsvoll. Es gibt auch nur ein Leben. Das bedeutet, dass es lohnt, sehr viel zwischenzuspeichern. Wird mit einer Schusswaffe abgefeuert – und davon gibt es nur die Auswahl zwischen einem Revolver, einer Schrotflinte, sowie einem Thompson-Maschinengewehr im zweiten Teil – so erfährt die Spielfigur einen entsprechend heftigen, anuimierten Rückstoß. Anders als in den meisten Ego-Shootern und Action-Spielen gibt es nur sehr wenig Munition und Erste-Hilfe-Kästen bei den Alone In The Dark Titeln. Und diese sind bereits relativ zu Beginn der Spiele zu finden. Man muss sich die vorhandenen Ressourcen also wirklich sehr gut einteilen. Eine sinnvolle Eigenschaft, die es nur im ersten der von mir gespielten zwei frühsten Alone In The Dark Titel gibt, ist die begrenzte Kapazität des Inventars. Man kann nicht alles mit sich herumtragen. Irgendwann ist es voll. Und ein voller Kochtopf ist sperriger und schwerer, als Munition, mehrere Notizen und eine Handvoll Pfeile. Einen Umstand, auf dem man im zweiten Teil nicht mehr achten musste, denn es passte wirklich alles hinein, was man im Spielverlauf so fand.
Von den ersten beiden Alone In The Dark Spielen hat mir – nicht zuletzt wegen der begrenzten Inventarkapazität und der etwas übersichtlichen Story – der erste Teil am besten gefallen.
Unabhängig davon ist das zweite Spiel der Reihe immer an derselben Stelle abgestürzt. Bedauerlicherweise war der Fehler auch auf anderen Systemen und auch in Emulatoren reproduzierbar. Das spricht deutlich für eine fehlerhafte Version, die ich habe. So hatte ich bisher keine Möglichkeit, Alone In The Dark 2 auch bis zum Ende zu spielen.
Zu guter Letzt sei noch die lustige Kreatur, die einem als Gegner im späteren Spielverlauf des ersten Alone In The Dark Spiels begegnet, erwähnt. Eine Mischung aus Ratte und Spinne.

Links: