Der Kölner Dom

Ich war ungefähr acht Jahre alt, als ich mit meinem Eltern und meiner Schwester zum ersten mal in Köln war. Damals besuchten wir Verwandte, die dort schon länger lebten – und hoffentlich dies auch noch heute tun. Natürlich war es ein touristisches Muss, dass wir uns gemeinsam, samt der umfangreichen Dauerausstellung an Reliquien, den Kölner Dom anschauten. Ich war allerdings zu der Zeit noch viel zu jung um zu verstehen, welche Bedeutung seine Kunstschätze haben. Einen starken Eindruck haben sie dennoch in meiner Erinnerung hinterlassen. Und obwohl ich durch meine atheistische Erziehung überhaupt keinen Bezug zu irgendeiner Religion und den damit verbundenen Bräuche habe, bin ich dennoch irgendwie von diesem Bauwerk fasziniert. Das mag womöglich auch an dem neo-gotischen Baustil des Domes liegen, der irgendwie etwas mystisches-geheimnisvolles sowie verspieltes in meinem Auge verkörpert. – Ich sollte mir unbedingt eine erneute Reise in die Rheinstadt mit einem zweiten Besuch der Kathedrale auf meine Todo-Liste setzen.

Vor gut zehn Jahren zeigte der WDR im Rahmen der Wissenssendung Planet Wissen eine kleine Dokumentation zum Kölner Dom. Da ich sie als sehr sehenswert empfand, habe ich sie dann irgendwann einmal auf YouTube hoch geladen.

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Sonnenuntergang an der Griesheimer Schleuse

Jetzt wohne ich bereits seit nunmehr fünfzehn Jahren in Frankfurt am Main, aber erst vor ein paar Wochen konnte ich mich mal wieder aufraffen und meine zur Zeit überschüssige Freizeit auch mal sinnvoll mit einem Spaziergang am Main zu gestalten, um so meine Wahlheimat mal grundlegend auf landschaftliche Weise erkunden.

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Dabei bin ich von meinem Wohnort Frankfurt-Höchst circa 6 km flussaufwärts zum Stadtteil Griesheim am Mainufer entlang gelaufen. Da es in den Monaten Mai und Juni erst angenehm spät dunkel wird, bin ich gegen 19:00 Uhr los, so dass ich die Schleuse kurz vor Sonnenuntergang erreicht habe. An dem Tag war glücklicherweise auch das Wetter sehr freundlich und es gab keine starken Windböen. Dies führte dazu, dass der Fluss gegen Abend mit seiner Wasserstrasse während des Sonnenuntergangs sehr idyllisch ruhig wahr und man nur noch das Rauschen von einem Binnenschiff vernahm, welches kurzzeitig diese Ruhe durchbrach.

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Auf den Fotos ist zum einem Flussabwärts die Silhouette des Chemiewerk Griesheim und Kirche Nied zu sehen. Flussaufwärts spiegelte sich die untergehende Sonne in den Glasfassaden der Frankfurter Skyline.

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Direktlink zum gesamten Fotoalbum auf Flickr

Foto-Galerien zu Berlin und dem 26C3

Wie versprochen habe ich nun die Fotos von 26C3 online gestellt. Hier der Link zur Galerie dazu:

Foto-Album zum 26C3

Ausserdem habe ich vor den Congress-Tagen von meinen beiden Besichtigungstouren durch Berlin noch ein paar Bilder gechossen. Das erste Foto-Album enstand am 25.Dezember am Abend als es bereits schon Dunkel war, um die Sehenswürdigkeiten bei künstlicher Beleuchtung fest zu halten.

Foto-Album Berlin bei Dunkelheit

Das zweite und dritten Album habe ich dann am zweiten Weihnachtsfeiertag bei zum Teil guten Wetter aufgenommen.

Das zweite zeigt einen Teil der zum größtenteils Restaurierten und nun unter Denkmalschutz stehenden East-Side-Gallery.

Foto-Album der East-Side-Gallery

Und das dritte Album zeigt die Oberbaumbrücke und Kreuzberg, den Potsdammer Platz, das Mahnmal zum Gedenken der Opfer des Holocaust, das Regierungsviertel mit weiteren Mauerresten und die Museumsinsel mit Dom.

Foto-Album Berlin bei Tag

Besuch des Heinz Nixdorf Forum

Irgendwie haben die beiden Wolfgangs (Back und Rudolph) vom WDR-Computerclub schon immer ein wenig behäbig in den Sachen die sie da machten auf mich gewirkt. Aber wenn immer sich mal die Gelegenheit bot, ihre kleine Fernsehreihe im frühen Samstag Nachmittagsprogramm zu sehen, konnte ich dann aber auch nicht wegschalten. Was mir aber gut in Erinnerung ihrer Sendung blieb, waren die Computerclub-Nächte, welche sie zusammen mit dem WDR in den letzten Jahren dreimal im Heinz Nixdorf Forum in Paderborn veranstalteten. Weshalb ich mir geschworen habe, dieses doch irgendwann mal zu besuchen und dieses hoffentlich auch ein wenig interaktiv herüber kommt und nicht so angestaubt, wie man das von Museen eher vermuten würde. Obwohl ich in den letzten Jahren genug Zeit gehabt hätte, konnte ich dann Anfang letzte Woche dann doch mal den Schweinehund überwinden und hab mich in den Zug gesetzt und bin für zwei Tage nach Paderborn gefahren. Schade ist nur, dass das HNF zur Zeit keine extra Themen basierte Sonderausstellung auf der obersten der drei Ausstellungstagen am laufen hat und so halt eben zwei der Flächen für mich begehbar war.
Das HNF beschäftigt sich im großen und ganzen mit der geschichtlichen Auseinandersetzung und Darstellung zur Entwicklung der Informationstechnologie von den uns ersten bekannten Formen des Zählens in früheren Hochkulturen (China, Ägypten, Mesopotamien) bis zur heutigen Vernetzung der Welt durch das WWW. Das reicht, wie gesagt, von den ersten Formen der Höhlenmalerei, den Formen des Zählens diverser Hochkulturen, über die Entwicklung des Buchdrucks, den Zähl- und danach den Schreibmaschinen, der Entwicklung der Telefonie bis zur Entwicklung heutiger Computertechnologien. Als echtes Highlight kann dabei der komplette Nachbau einer kleinen noch funktionierenden elektromechanischen Vermittlungszentrale genannt werden, welche ja noch bis in die Mitte der 1990’er Jahre durch die Bundespost in Deutschland eingesetzt wurde und man mittels 5 extra aufgestellten Telefonapparaten mit einer Hubdrehwahlscheibe der Funktionsablauf in Echtzeit demonstriert und erklärt bekommt. Sehr beachtlich ist auch die Sammlung von alten und historischen Schreibmaschinen, die das Museums Forum vorhält. Meine persönlichen Highlights waren völlig unerwartet zum ersten ein Originalexponat einer Linotype Setzmaschine, welche schätzungsweise vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis (meist bei kleinen Verlegern) noch in die 1970’er Jahre Verwendung fand. Eine, wie ich finde, infernale Maschine zur Produktion und Verbreitung von Text. Einen kleinen Originalfilm über die Funktionsweise dieser Maschine sollte man sich mal im Chaosradio Network anschauen. Zum zweiten hat sich das HNF die Mühe gemacht, eine Großrechenanlage aus der ehemaligen DDR nach Ausserdienststellung vor dem Schrott bewahrt und ihr statt dessen in sein Ausstellungsbereich als eine Art kleines begehbares Rechenzentrum eine würdige Nachfolgefunktion zu geben. ESER 1055 – das stand für Einheitliches System Elektronischer Rechenmaschinen des VEB Robotron – wurde ab 1980 als Gegenstück zur IBM/370 für den Ostblock gebaut. Die ausgestellte Anlage war von 1986 bis 1993 in Dresden beheimatet und diente zur Abwicklung des Güterfernverkehr der Deutschen Reichsbahn zwischen Rügen für die DDR und den baltischen Staaten. Nach der Wende wurden noch zusätzlich Wechselfestplatten direkt von IBM angeschafft und eingesetzt.
Ein Besuch des Heinz Nixdorf Forums lohnt sich also für alle EDV-Technikbegeisterte, die mal einen kleinen Blick zurück wagen wollen, auf alle Fälle.

Zweieinhalb Stunden, die es sich lohnen, am Samstagabend einen Vortrag anzuhören

Heute vor einer Woche habe ich mir einen Vortrag, oder besser gesagt, einen Erlebnissbericht über das dreimonatige Leben und Arbeiten bei einem Hilfsprogramm angehört. Die Freundin eines hiesigen Chaostreffmitglied studiert Medizin und absolvierte ab dem Herbst letzten Jahres einen ca. dreimonatigen Ruandaaufenthalt, bei dem sie am Rwanda-Village-Concept-Project mitwirkte. Ihr Freund besuchte sie von Ende November bis Ende Dezember vor Ort bei ihrer Arbeit und brachte nebenbei so noch ca. 300 Euro an gesammelten Geld zum Bau einer Trockentoilette für eine Schule mit nach Afrika. Das Geld wurde dabei gerade mal 2 Wochen vor seiner Abreise unter anderem bei unserem Club-Treffen zusammengetragen und vermutlich zum größtem Teil in der Hauptstadt Kigali direkt in benötigtes Material umgesetzt. Es ist erstaunlich, wie man selbst Geldspenden sofort in ein Hilfs- oder Entwicklungsprojekt umsetzen kann, ohne auf einem bürokratischen Verwaltungsapparat großer Hilfsorganisationen angewiesen zu sein. Der Besuch von Dorneo warf außerdem noch sehr eindrucksvolles Video und Fotmaterial ab, welches die Arbeit der Studenten sehr gut auf einer DVD zu Werbe- und Informationszwecken dokumentiert. Man kann sich die Filme aber auch direkt im Internet anschauen. Vor allen Dingen ist es wichtig, dass man auch mal Informationen direkt aus erster oder zweiter Hand über solche Vorträge und den damit verknüpften Gesprächen der Reisenden bekommt, die Länder besuchen, welche man eher aus Nagativberichten vergangener Tage in den Massenmedien kennt. Selbst Auslandskorrespondenten des öffentlich rechtlichen Fernsehen können einem nicht die Möglichkeit bieten, individuelle Eindrücke in fast drei Stunden anhand meiner Fragen zu schildern. Wobei Journalisten ja eher noch darauf Eingeschränkt sind, Information zu übermitteln, während dessen die Helfer, beziehungsweise die Studenten darauf angewiesen sind, sich mit örtlichen Sachverhalten auseinander zu setzen.