Thimbleweed Park

Endlich ist es soweit! Nach gut zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit ist das auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanzierte Point-&-Click-Adventure Thimbleweed Park am 30. März veröffentlicht worden. Im Herbst 2014 hatte ich mich mit 50,-$ während der Finanzierungskampagne daran beteiligt. Sehr witzig dabei finde ich nach wie vor die Beschreibungen zu den abgestuften Finanzierungsbeiträgen. Diese reichten von einer reinen Spende für die Absolution, weil man die alten LucasArts-Adventure-Spiele in seiner Jugend raubkopierte, bis hin zu 10.000,-$ mit einer Namenspende für einen Charakter im Spiel und jeder menge Goodies.

Thimbleweed Park

Das Spiel ist auch von den LucasArts Adventure-Design-Legenden Ron Gilbert und Gary Winnick entwickelt worden. Und das sieht man dem Spiel an. Es ist grafisch und funktional den LucasArts-Adventure-Spielen der späten 80er und frühen 90er Jahren sehr stark angelehnt. Grobpixilige Grafik mit moderneren Effekten, Verben und Objekte im unteren Bildschirmteil, die zum Lösen der Rätsel miteinander kombiniert werden müssen, und wie einst bei Maniac Mansion und Zak McKracken üblich: Mehrere Charaktere, die abwechselnd gesteuert werden müssen.

Sehr nett: Die Entwickler haben in ihrem Blog und in einem eigenem Podcast während der Entwicklungszeit einen Einblick in den Fortschritt, den Aufbau der Spielmechanik und der Programmierung gegeben. Am Ende musste noch der Veröffentlichungstermin verschoben und Geld nach geschossen werden damit das Spiel fertig wird. Einziges Manko: Die deutsche Übersetzung ist nicht so rund geglückt, wie es bei den alten Klassikern Monkey Island, Maniac Mansion und Zak McKracken der Fall war. Aber es hat sich gelohnt! Ich denke, ich werde es mit großer Begeisterung spielen.

Absolution für die raubkopierten Versionen von Maniac Mansion and Monkey Island in der Jugend.

Auch ein netter Zufall ist es, dass Ron Gilberts Designnachfolger Tim Schafer bei LucasArts mit seiner im Jahr 2000 gegründeten Firma Double Fine Productions nach der überarbeiteten Neuauflage von Day Of The Tantacle im Frühjahr des letzten Jahres, so ziemlich fast Zeitgleich jetzt am 18. April die Neuauflage seines ursprünglich bei LucasArts im Jahr 1995 erschienen Adventures Full Throttle auch eine Neuauflage veröffentlichen wird. Eines von den alten Spielen, welches ich selber tatsächlich noch nicht gespielt habe.

Die kommenden Monate werden also zeitlich für mich dann doch etwas haarig werden, weil ich eigentlich im Moment keine Zeit für komplexere Spiele habe. – Zumindest wird mir aber nicht langweilig werden.

Links:
1. Thimbleweed Park auf Kickstarter
3. Website zu Thimbleweed Park
4. Blog zu Thimbleweed Park
5. Thimbleweed Park Audio Podcast der Entwickler im iTunes Podcast-Verzeichnis
6. Gamasutra-Artikel zu Thimbleweed Park
7. Double Fine Productions, Inc.
8. Veröffentlichung von Full Throttle Remastered im April

Meine Spieleliste

Was macht man so, wenn man Langeweile hat.? Man kommt auf die komischsten Ideen. Dabei ist mir mal in den Sinn gekommen, zu erfassen mit welchen Computerspielen – vornehmlich auf PC und Mac – ich in meinem bisherigen Leben so meine Zeit verdaddelt habe. Wobei ich sagen muss, dass ich längst nicht alle wirklich durchgespielt habe. Ich hoffe dennoch, dass ich in Zukunft weiterhin Zeit und Muse haben werde, damit diese länger wird. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt freue ich schon sehr auf die Veröffentlichung von Thimbleweed Park von Ron Gilbert, welches ich 2014 auf Kickstarter mit gefundet habe.

Link zur Liste im Wiki

Cheating in games

Seit ungefähr einem Jahr gibt es zwei recht witzige Browser-Spiele, welche man ganz bequem auch offline nebenher weiterlaufen lassen kann. Cookie Clicker und Particle Clicker vom Cern sind Spiele mit einem recht einfachen Prinzip. Man muss mit dem Mauszeiger auf ein großes Objekt klicken, damit etwas generiert wird. Die daraus resultierenden Einnahmen können in Upgrades investiert werden, welche wiederum selbstständig neue Einnahmen produzieren oder lediglich den Ertrag erhöhen. Um aber möglichst viele Achievements sammeln zu können und das Spiel vollständig durch spielen zu können, muss man manuell die stupiden Klicks machen. Das würde aber dazu führen, dass man unnötig zu viel Zeit für diese viel zu stupiden Spiele versenkt. Deswegen möchte man eigentlich Cheaten, um möglichst diesen manuellen Vorgang auch noch zu automatisieren.
Mehr noch: Beim Vorreiter Cookie Clicker sollte man auch cheaten. Nicht nur, weil man dann schneller voran kommt, sondern weil es vorgesehen ist, eigene Achievements für die Cheats zu sammeln. Also viel Spaß dabei!

Cookie Clicker

Autoclicker:
Der Autoclicker klickt automatisch in der höchst möglichen Geschwindigkeit auf den großen Keks.

setInterval(function() { Game.ClickCookie(); }, 10);

Automatisches Goldene Cookies anklicken:

setInterval(Game.goldenCookie.click, 500)

Mit dem Chat werden automatisch die Golden-Cookies angeklickt.
Bei mehrfacher Eingabe wird dieser auch öfters angeklickt.

Weitere Informationen im Wiki zum Spiel.

Cern Particle Clicker

Der AutoClicker klickt auch automatisch mit höchst möglicher Geschwindigkeit in den Detektor.

var de = $('#detector-events');
  requestAnimationFrame(function next() {
    de.click();
    requestAnimationFrame(next);
  });

Advanced Tetris

Normalerweise gehöre ich ja nicht zu den Leuten die irgendwelche Mitteilungen aus dem Netz nachplappern. Aber aus gegebenem Anlass dass am jetzigen Samstag nicht zuletzt durch die Startseite von Google das 25 jährige Bestehen von Tetris postuliert wurde, möchte ich doch die Gelegenheit zu nutzen und ein äußerst gelungenes Tetris-Spiel für den Macintosh erwähnen. Quinn hat viele nur erdenklichen Features, die ein solchen Puzzle-Spass durchaus Abrunden können:

– Multiplayer mit Bonjour
– unterschiedliche Turniermodi
– Online-Datenbank mit dem Top Highscore
– frei konfigurierbares Tastaturlayout

Persönlich finde noch zwei Eigenschaften als Erwähnenswert. Zum einen wird durch ein etwas kurz gedrückt halten der nach Links-/Rechts-Bewegungstaste der Stein direkt in die gewünschte Richtung gestoßen, was die Ausrichtung des Steines insgesamt beschleunigt.
Wird die Maus einmal durch einen Klick ausserhalb des Programmfensters (un)gewollt bedient, so wird das Spiel sofort in Pause versetzt. Will man wieder weiter spielen, so braucht man mit der Maus nur in das Programmfenster von Quinn zu klicken. Eleganter geht das natürlich auch mit dem Short-Key: Apfel + Tabulator

Aber da ich in meiner Jugend nie in die Verlegenheit gekommen bin und mit einer Spielkonsole oder einem Handheld wie dem Gameboy sozialisiert wurde, empfinde ich deshalb Tetris nicht gerade als eine Herausforderung und zunehmend langweilig. Seit Beginn an, als in meinem Elternhaus ein IBM-kompatibler Rechner angeschafft wurde, habe ich sehr sehr gern Blockout auf diesem gespielt.
Blockout greift die Idee von in einen Schacht herabfallenden Steinen auf und setzt sie dabei in die dritte Dimension um. Dabei schaut der Spieler von oben in einen Schacht und muss die unterschiedlich aus Einzelwürfel bestehenden Klötze wieder so anordnen, so dass keine Lücken entstehen. Dabei stehen ihm aber noch zwei Achsen zu Verfügung um diese er die Steine in die gewünschte Position drehen kann. Insgesamt gibt es drei Schwierigkeitsgrade. Der einfachste „Flat Fun“ bedient sich der Klötze aus Tetris. Mit „3-D Mania“ und „Out of Control“ werden die Steine in ihrer Form immer bizarrer.
Erwähnt sei in diesem Zusammenhang noch eine Studie bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 14, die die positive Einflussnahme von Blockout auf das räumliche Vorstellungsvermögen nach gewissen hat.

Link: www.blockout.de

Wolfenstein 3D

Solange man nicht irgendwie an das Bett gefesselt ist, ist es eigentlich ganz OK dass man hin wieder mal krank geschrieben ist. Und da dies in der vergangenen Woche bei mir der Fall gewesen war, habe ich mir die freie Zeit gegönnt und zur leichten Unterhaltung ein wenig Computer gespielt. Aber anstatt etwas aktuellem habe ich mich mal wieder eher auf meine Jugendtage besinnt und nach fünfzehn Jahren mal wieder Wolfenstein 3D von ID-Software gespielt. Denn genauso wie heute habe ich damals das Spiel genutzt um die Krankheitstage an denen man noch nicht wieder so ganz hundertprozentig fit ist, nicht ganz der Langeweile auszusetzen. Angefixt von der Idee, Wolfenstein überhaupt mal wieder durch zu spielen, wurde ich durch einen Link zu dem Artikel des Spieles in der deutschen Wikipedia, wo es recht ausführliche Walkthroughs und sehr übersichtlichen Maps zu den einzelnen Levels gibt. Es ist schon unfassbar, wie viele versteckte Räume in einer Vielzahl von Levels in dem Spiel gibt.

Ich denke, ich werde mir demnächst auch noch mal den damaligen Nachfolger Spear of Destiny sehr gründlich vornehmen.