Automatische iCloud-Speicherung von Dokumenten verhindern

Wie sich heraus gestellt hat, speichern Programme mit iCloud-Anbindung auf dem Macintosh jedes noch ungesicherte Dokument ungefragt in diese hoch. Dies möchte man verhindern – gerade wenn man Dokumente soweit vertraulich behandeln möchte, dass sie selbst auf verschlüsselten Diensten von Dritten nichts zu suchen haben. Da es keine Möglichkeit in der GUI vom Mac OS X gibt dies zu verhindern, muss man folgenden Befehl auf der Kommandozeile absetzten.

defaults write NSGlobalDomain NSDocumentSaveNewDocumentsToCloud -bool false

Nach dem Beenden und erneutem Öffnen, speichern Programme mit iCloud-Unterstützung die neu angelegte Dokumente dann wieder lokal im Verzeichnis des jeweiligen Nutzers unter folgender Ordner-Struktur:

/Users/<Benutzername>/Library/Containers/<Ordnername_Applikation>/Data/Library/Autosave Information/

Möchte man hingegen das vorherige Verhalten mit der iCloud-Anbindung wieder zurück haben, reicht es den selben Befehl nur mit einem true am Ende aus zu führen.

Alternativ kann man sein Nutzungsverhalten in Bezug von Dokumentenverwaltung aber auch so einstellen, dass man auf die iCloud völlig verzichtet, oder nur einen selber gehosteten Dienst nutzt auf dem auch selbst administrativen Zugang hat.

Quelle des Tip bei Mac OS X Hints

TV ist out

Vor knapp einem Jahr habe ich damit aufgehört Fernsehen zu schauen. Dies wahr, wie ich finde, eine absolute Befreiung. Selbst ungefähr drei Monate zuvor hatte ich schon damit begonnen, abgesehen von der des Senders Pro Sieben ausgestrahlten Zeichentrickserie Die Simpsons, nur noch das öffentlich-rechtliche Programm zu schauen, da das werbefinanzierte Fernsehen eh nur noch zum grössten Teil aus Schrott besteht. Zu den letzten Weihnachtsfeiertagen und Silvester hatte ich mich dann aber doch mal wieder dazu durchgerungen meine TV-Karte im PC wieder zu reaktivieren. Es gab nämlich nichts schöneres als zu Hause vor dem Filzlatschenkino herum zu dösen, während es draussen nass, kalt, grau ist und sowieso nichts passiert. Ganz nett, mal wieder so ein paar Filmschinken gesehen zu haben. Egal ob Hollywood-Klassiker aus den 60ern mit Marlon Brando oder ein drittklassischer Horrorfilm von 1979. Ich hätte auch nicht geglaubt, dass die im NDR gezeigten Volksbühnenstücke in Dialekt recht amüsant statt langweilig sein können. Mit Beginn des neuen Jahr habe ich dann doch wieder nur gelegentlich für die Simpsons zur Fernbedienung gegriffen.
Um ehrlich zu sein, ist mir das Fernsehen, wie man es seither kennt und nutzt, doch inzwischen ziemlich unterirdisch. Dass man sich nämlich immernoch dabei einem Zeitdiktat unterwerfen muss und zum Teil mit penetranter Werbung bombardiert wird. Von der Qualität der werbefinanzierten mal ganz abzusehen. Das soll jetzt aber zum Glück nicht heißen, dass das Fernsehen perse schlecht ist. Denn gerade die öffentlich-rechtlichen Anstalten bieten meiner Meinung nach ein sehr qualitativ hochwertiges und informatives Programm. Darunter zählen die Sender arte, 3sat und Phoenix. Aber auch einzelne Sendungen wie der ARD-Weltspiegel oder Quarks & Co sind zu empfehlen. Eine absolute Perle an Reportagen bietet das ZDF mit der Reihe „Vor 30 Jahren“, welche zwar leider immer extrem spät in der Nacht läuft aber wie der Name schon vermuten lässt, Reportagen aus dem Archiv kramt die zum derzeitigen Sendezeitpunkt schon dreissig Jahre alt sind und somit einen Blick der Korrespondenten und Reporter von damals liefert.
Da ich meinen grossen Allround-PC mitsamt der analogen TV-Karte vor zwei Wochen abgegeben habe, steht mir abgesehen von dem Kabelanschluss, technisch somit keine Möglichkeit mehr, Broadcast im klassischen Sinne zu konsumieren. Aber auch hier kann ich dennoch dank der Weiterentwicklungsfähigkeit des öffentlichen Rundfunk von deren Programmangebot partizipieren. Denn durch das Podcasting kann man schliesslich viele Programme mit Hilfe des Internets Zeit- und Ortsunabhängig ansehen. Zudem landen viele Sendungen und Reportagen auf Videoportale wie Youtube oder Google-Video, auf die man dank diverser Blog’s wie dem vom Holgi hingewiesen wird.

Neue Züricher Zeitung

Da ich im Rahmen zum Wechsel von Debian zu Ubuntu meinen Feed-Reader mit den von mir gelesen Abo’s neu konfigurieren musste, habe ich den RSS-Feed zu Spiegel-Online, der in der Default-Einstellung immer schon vorhanden ist, mal gelöscht. Das Potporee an Meldungen und Nachrichten wurde mir nämlich in der letzten Zeit ein wenig zu bunt, was irgendwie dazu führte, dass ich selbst die Überschriften der Artikel selten mal überflogen habe. Man hat sowieso das Gefühl, dass es sich mehr und mehr zu einen Leitmedium entwickelt. Stattdessen habe ich mir als Online-Gazette mal den RSS-Feed aus dem Ressort Topthemen der Neuen Züricher Zeitung abonniert. Die NZZ soll ja bekanntlich einen sehr guten Ruf als Qualitätstageszeitung genießen und bietet meines Erachtens für ein deutschsprachiges Medium einen kleinen Blick von außen auf Deutschland.

Gezwungen preiswerter einzukaufen

In den letzten Wochen hatte ich mich schon schwer gewundert, warum die Regale meines hiesigen Lebensmittelmarkt nicht mehr sonderlich groß aufgefüllt wurden und dachte eher an Lieferschwierigkeiten der Spediteure. Doch seit gestern um 14:00 ist es nun nicht nur amtlich, sondern auch vollzogen. Der Kaisers/Tengelmann-Lebensmittelgruppe hat hier in meinem Stadtteil seine Filiale geschlossen. Dadurch habe ich nicht mehr die Möglichkeit, mal schnell um die Ecke einzukaufen, sondern muss zu den ca. gut ein Kilometer entfernten REWE-Markt laufen. Dieser hat zwar den Vorteil, dass dort das Angebot etwas größer ist und er auch etwas preiswerter ist, aber gerade wenn man die etwas schwereren Getränke mit der Hand tragen muss weil man kein Auto hat, ist das schon ziemlich doof. So muss ich nun genau schauen was ich brauche und kann kein unnötigen Plunder kaufen, was letztendlich eine mit Zeit und Weg verbunden ist. Vor allen Dingen waren einige ältere Menschen und Geschäftsinhaber, die mal so eben in ihrer Mittagspause schnell ein paar Besorgungen machen können, froh über den kurzen Einkaufsweg.

Bei Anruf erst einmal zahlen

„Die meisten wünschen sich sicherlich zu ihrem achtzehnten Geburtstag den Führerschein oder eine Reise. Aber es mag bestimmt auch welche geben, die möchten viel lieber eine von der Bundesnetzagentur verteilte (0)900’er Nummer geschenkt haben.“ So lautete der Tenor vor einigen Wochen an unserem kleinem Technik-Stammtisch.

So wollte ich heute mal bei der Kundenhotline meines Telko anrufen, um mit ihnen einen neuen Vertrag abzuschließen. Ich hab zwar noch in meinem Hinterkopf, dass schon vor langer Zeit das Unternehmen die kostenlose Hotline durch eine kostenpflichtige ersetzt habe, dafür man aber wohl auch nicht mehr ewig in der Warteschleife seine Zeit vergeude. (0)800 Tralalala für knapp 50 Cent die Minute – ist schon ganz schön teuer, aber so lange dürfte das wohl nicht dauern. Ich weiß ja was ich will. Nur wies mich die freundliche Bandansage darauf hin, dass man ja von einem Mobilfunktelefon diese Nummer nicht für Vertragsangelegenheiten erreichen könne. Sondern auf eine andere Hotline ausweichen solle. „Bitte wenden Sie sich an die 0900 – mhmhmh“ Moment mal! Unter diese Vorwahl fallen doch die Premiemdienste, für die man selbst wohl als Privatperson sich von der Bundesnetzagentur als Leistungserbringer eine Nummer zuordnen lassen kann, und man selber die Leute ein wenig abzocken kann. Ich meine, für einen gewissen Service-Verdienst zur Kasse bitten darf. Ein Blick ins Internet verriet mir, dass mein Telko bei dieser Nummer mit zwei Euro und neunundzwanzig Cent die Minute doch schon zu dem gehobenem Preissegment zählt. Also wenn man meint, langjährige Kunden so dermaßen zur Kasse zu bitten, dem gebührt es von meinerseits aus nicht, mit einem persönlichem Gespräch dem Call-Center-Mitarbeiter(innen) den Arbeitsplatz auf kürzer oder länger Sicher zu stellen. Wofür aber die Beschäftigten in dem Call-Center nichts können. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich keinen Festnetzapparat besitze, sondern den Anschluss nur für das IP verwende, wodurch ich auch nur von meinem Handy aus von zu Hause anrufen konnte. Alternativ bietet zum Glück mein Provider noch die Möglichkeit Vertragsänderungen über eine HTTPS-verschlüsselte Seite abzuwickeln. Obwohl ich eigentlich kein Freund von geschäftlichen Abwicklungen über das Internet-Protokoll bin.

Wenigsten bin ich so noch schneller preiswert zu einem neuen Vertrag gekommen. Bin gespannt ob sie es schaffen, mir mehr Bandbreite für weniger Geld pünktlich bereit zu stellen.