macintosh.js

Ich bin zu den Macintosch-Computern von Apple gewechselt, nachdem diese den CPU-Plattformwechsel von der Power-Architektur auf die Intel x86 Architektur bereits vollzogen hatten. Zu der Zeit war Mac OS X 10.4 alias Tiger das aktuelle Mac-Betriebssystem. Also habe ich im wesentlichen nur noch die Betriebssysteme von Apple kennen gelernt, die auf der Basis von dem Apple-eigenen BSD Unix-Derivat Darwin beruhen. Im Umkehrschluss heißt das natürlich, dass ich mit dem Mac OS Classic nicht mehr in Berührung gekommen war, da dessen letztes Major Release im Jahr 2001 veröffentlicht wurde.

Screenshot: macintosh.js

Der Entwickler Felix Rieseberg hat nun eine auf Electron basierende Anwendung namens „macintosh.js“ programmiert und stellt diese kostenlos auf GitHub zur Verfügung. Dabei wird für die Anwendung ein Macintosh Quadra 900 aus dem Jahr 1991 emuliert. Der Macintosh Quadra 900 war seinerzeit mit einem 25 Megahertz getakteten Motorola 68040 Prozessor bestückt und besaß in der Grundausstattung lediglich 4 Megabyte RAM, der aber auf bis zu 256 Megabyte erweitert werden konnte.
Als Betriebssystem ist in der fertigen Emulation ein Mac OS 8.1 integriert, dessen Release im Januar 1998 war. Als Softwarepaket sind unter anderem einige Demo- oder Vollversionen von Spielen, sowie einigen Programmen von Adobe enthalten.
Der Emulator ist aber leider nicht netzwerkfähig.

Das emulierte Mac OS 8.1 System ist ziemlich schnell gestartet und lässt sich relativ Latenz-frei bedienen.
Mein derzeitig persönlicher Eindruck ist auch, dass inzwischen die Desktopcomputer so schnell geworden sind, dass bei einigen Emulatoren die abgebildeten Systeme performanter geworden sind, als auf ihrer originalen, physischen Hardware.

Die in JavaScript programmierte Anwendung gibt es aber auch für Linux und Windows.

Links:
macintosh.js (GitHub – Felix Rieseberg)
Macintosh Quadra 900 (engl. Wikipedia)
Mac OS 8.1 (engl. Wikipedia)

Smartphonenutzungsdauer

Mir ist nochmals der Tweet von Dejan Mihajlović durch die Timeline gehuscht, in dem er aufzeigt, was alles für Funktionen das Smartphone bereits übernommen hat.

https://twitter.com/DejanFreiburg/status/961256107275685888

Aber für mich ist es inzwischen nicht nur noch der Ersatz für Telefon, Fernseher, Radio, Fotoapparat, Camcorder, Uhr, Spielekonsole, Kalender, Buch, Notizbuch, Zeitung, Online-Shop und Post. Für mich ist es zusätzlich mehr oder weniger:

  • Wasserwaage
  • Seismograph
  • Kompass
  • Stadtplan
  • Straßenkarte
  • Sternkarte
  • Stimmgerät
  • Diktiergerät
  • Haus-/Wohnungsschlüssel
  • Kontoauszüge
  • Debit-/Girokarte
  • Medizinischer Notfallpass
  • Schrittzähler
  • Lautstärkemessung
  • Taschenrechner
  • Fahrkartenautomat
  • BahnCard
  • Bar-/QR-Code-Leser
  • Lupe
  • Taschenlampe
  • kleiner Kosmetikkspiegel

Update 22. Oktober 2021 19:00 Uhr:

  • mpfpass gegen SARS-CoV-2

Social Distancing und das Sandmännchen

Die Korona-Pandemie ist noch lange nicht vorbei und Abstandhalten – oder wie es seit der Korona-Krise als ‚Social distancing‘ bezeichnet wird – ist nach wie vor oberstes Gebot. Einer der mit großem Beispiel dabei voran schreitet, ist unser Sandmännchen. Dieser fliegt extra mit einem Mondauto in einer Rakete auf den Mond, um dort seinen Abendgruß via Telekonferenz in die Kinderzimmer zu senden. Aber wie viel Distanz ist es, wenn man vom durchschnittlich 300.000 Kilometer entfernten Erd-Trabanten in die Kinderzimmer Einblick bekommt?

https://www.youtube.com/watch?v=_w_KjcoXfaM
Quelle YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=_w_KjcoXfaM

Nebenbei sei erwähnt, dass radioeins vom RBB einigen Puppengeschichten des Sandmännchens eine Stimme gegeben haben, daraus den ‚Sandmann für Erwachsene‘ kreiert haben und ihn ein wenig damit durch den Kakao ziehen.:

Quelle YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=kUIISpK8a6g&list=PL_yAXNIcOv_GXNOqstXAD1EjbEGkGuQZG

Gescheitertes Experiment

Heute ist mein nun seit 2 1/2 Jahren anhaltendes Experiment mit dem Verzicht auf einen privaten Festnetz-Internetanschluss offiziell gescheitert. Der Grund ist ganz einfach: die anhaltenden Pandemiemaßnahmen aufgrund des Corona-Virus. Die Auflagen für Versammlungen in (geschlossenen) Räumen für die Öffentlichkeit machen es sehr schwierig, deren Internetzugänge adäquat für mich nutzen zu können. Sei es in der öffentlichen Stadtbibliothek oder den Räumlichkeiten des angehörigen Vereins.
Nachdem ich im Herbst 2015 meinen damaligen alten Unitymedia-Kabelanschluss gekündigt habe, entschied ich mich wieder für diese Art des Breitbandinternetanschlusses. Bei dem Alten habe ich seinerseits für die 100 MBit Download und 5 MBit Upload 44 Euro monatlich bezahlt, nun aber habe ich mich für das kleinste Paket für den inzwischen durch Vodafone übernommenen Service entschieden, bei 50 MBit im Download und wieder die 5 MBit Upload für 20 Euro monatlich während der gesamten 24 Monate Vertragsmindestlaufzeit. Hinzu kommen aber noch die 68,22 Euro Bereitstellungsgebühr und wieder Stromkosten für das Netzwerkendgerät.
Richtig begeistert bin ich darüber, dass ich am Montagabend – also erst vorgestern – online die Bestellung getätigt habe, aber bereits heute seit dem frühen Abend das Paket mit dem für mich bereitgestellten Netzwerkendgerät und den Zugangsdaten in meiner nächsten zu Fuß erreichbaren DHL-Packstation deponiert wurden und ich jetzt diese Zeilen über den Festnetzanschluss veröffentlichen kann.

Inzwischen zeichnet es sich ja leider ab, dass eine zweite Corona-Infektionswelle auf uns zu rollen wird. Ich möchte aber dennoch kein weiteres (Halb-) Jahr verstreichen lassen und meine Hobby-IT-Projekte deswegen ruhen zu lassen bis ich vielleicht irgendwann mal wieder die Möglichkeit habe größere ISO-Dateien herunterladen zu können, oder Angst haben zu müssen, dass die Verbindungskosten für meinen Mobil-Vertrag deswegen explodieren.

Menü-Auswahl des Betriebsrestaurants

Ich selber muss schon ganz schön aufpassen, dass ich beim Schreiben die Konzentration nicht verliere. Egal ob beim Schreiben mit Papier und Stift oder beim Tippen am Computer. Denn dort nehme ich auch gerne die eine oder andere nebenliegende Taste mit, so dass das Wort nicht mehr richtig lesbar ist. Wenn also ich nicht gerade noch Informationen mit anderen vertausche, dann sind schlicht und einfach nur die Worte falsch geschrieben.
Bei der Erstellung des wöchentlichen Menü-Plans hat die Restaurantleitung meiner Arbeitsstätte bei einem Gericht schlicht einen Buchstaben vergessen gehabt, aber so, dass das vorangestellt Adverb eine völlige neue Bedeutung erhält. So ist durch das Weglassen des Buchstaben W aus dem „Schwäbisches Linsengemüse …“ das „Schäbisches Linsengemüse …“ geworden. Aus dem Gericht mit regionalem Bezug eben ein Gericht mit voran gestellter Abwertung.

In diesem Kontext möchte ich dann doch mal auf meinen bis jetzt Lieblings-Blog-Post des gesamten Internets eingehen.
Die Podcasterin und Buchautorin Alexandra Tobor hat vor vielen Jahren ein tumblr-Blog begonnen, wo ich allein schon den Titel als ein sehr bemerkenswertes Gedicht halte.: „Kühlturmsprengung unter Palmen“ – Einfach nur grandios! – In dem Blog-Post um den es mir geht, hat Alexandra sich Gedanken gemacht, mit welchen Gerichten man das Menü ihrer Universitäts-Mensa ein wenig erweitern könnte. Deswegen zitiere ich mal ein paar wenige.:

1. Mongolische Schlodder-Pfanne mit Sprudelkruste

2. Pellhoden in geklöppelter Barschbartel-Soße

3. Geschreddertes mit tiefgekühlten Crunchy-Nutten im Pustelteig

4. Geschnackselte Blähkartoffel mit Zwiebelfasern und Wurstschaum-Kringeln

„Mensa-Menü, Auswah“l auf „Kühlturmsprengung unter Palmen“ bei tumblr

Da ist doch für jedes vor Tränen lachendes Auge etwas leckeres dabei.

Ihr Betriebsrestaurant wünscht allen Mitarbeitern einen Guten Appetit!

Links:
Kühlturmsprengung unter Palmen: Mensa-Menü, Auswahl
Alexandra Tobor (dt. Wikipedia)