Da ich mich schon lĂ€nger mit zwei PCs der 16 Bit x86 XT-Klasse beschĂ€ftige, – ĂŒber das originale SchĂ€tzchen von IBM hatte ich aber bisher noch gar nicht geschrieben – kam ein Kollege vor ein paar Wochen mit dem Link zum ‚Embeddable Linux Kernel Subset‘ (kurz: ELKS) auf mich zu. ELKS ist relativ kurz gesagt in Projekt, das einen frĂŒhen Fork des Linux-Betriebssystems fĂŒr Systeme mit Intel IA16-Architektur (16-Bit-Prozessoren: 8086, 8088, 80188, 80186, 80286, NEC V20, V30 und kompatible) bereitstellt. in Projekt, das einen frĂŒhen Fork des Linux-Betriebssystems fĂŒr Systeme mit Intel IA16-Architektur (16-Bit-Prozessoren: 8086, 8088, 80188, 80186, 80286, NEC V20, V30 und kompatible) bereitstellt. UnterstĂŒtzt werden Netzwerk, Grafik, ia16-elf-gcc, OpenWatcom C und ein eigener nativer C-Compiler, sowie die Installation auf Festplatten mit den FAT-Dateisystemen MINIX und MSDOS. Die Bitte war, auch auf der historischen Hardware-Klasse neben dem ĂŒblichen DOS auch ein fĂŒr die Zeit der Architektur unĂŒblich ein Linux zu betreiben.
Schnell habe ich mir von der GitHub-Projektseite das heruntergeladene, 1,44 MB groĂe Floppy-Image auf eine Diskette kopiert, um es auf meinem NuXT mit NEC V20 Prozessor und 640 KiB RAM starten zu können. Die Installation auf ein durch eine CompactFlash Karte dargestelltes Festplattenlaufwerk hatte ich nicht mehr hinbekommen. Da auch bereits im Gegensatz zu den 360 und 720 KB Disketten-Images das vollstĂ€ndige Subset auf der 1,44 MB Variante Platz findet und die Diskette erfolgreich gebootet war, war somit die Machbarkeitsstudie mit dem derzeitigen ELKS in Version 0.8.1 erfolgreich abgeschlossen.
Jetzt am Wochenende hatte mich der Ehrgeiz aber erneut gepackt, und ich wollte es nicht unversucht lassen. Direkt bei dem erneuten ersten Versuch hat es geklappt und ich konnte das ELKS von der echten, 1,44 MB groĂen Diskette auf eine ĂŒbrige 256 Megabyte groĂe CompactFlash Karte installieren. Allerdings empfand ich zum einen die Formatierung der CF-Karte mit dem Minix-Dateisystem als nicht optimal, zum anderen hielt ich die 256 MB Karte grundlegend fĂŒr zu groĂ. Irgendwo hatte ich schlieĂlich noch eine ungenutzte 64 MB Karte, die mir in Bezug auf die SpeichergröĂe fĂŒr die Rechenleistung der XTs geeigneter erschien. Nur mit dem Versuch, die Installation von Diskette auf CF-Karte in VernĂŒnftig durchzufĂŒhren, wurde zum Drama!:
Ich bekam sowohl beim AusfĂŒhren der Programme zur Bearbeitung und Formatierung des Zielmediums, als auch beim Kopieren der einzelnen Dateien des Subsets von Quell- auf Zielmedium Lese- und Schreibfehler. Ist die ganze Blockstruktur so empfindlich fĂŒr Disketten? Ich habe also unterschiedliche 3,5″ HDD Disketten, anderer USB-Diskettenlaufwerke fĂŒr meinen Internet-fĂ€higen Computer, sowie ein anderes internes Diskettenlaufwerk fĂŒr den XT ausprobiert, aber ohne Besserung. Auch das Ausprobieren der Images auf FAT32- statt der Minix Dateisystembasis ergab keinen Unterschied. Die Alternative war dann das stupide Kopieren der vorgefertigten Harddisk Images von der Projekt-Download-Seite. Das Problem dabei: sowohl die Images mit MBR, als auch ohne, lieĂen sich nicht booten, da das Boot-Flag in der Image-Geometrie fehlte. Nach stundenlangem Probieren hatte ich schlieĂlich erst wieder Erfolg, nach dem ich mir unter einem Windows Computer einen USB-Stick fĂŒr mehrere Floppy-Images erstellt und das entsprechende 1,44 MB Image hineingeladen hatte. Dies bedeutete aber auch, dass ich den NuXT einen Floppy-Emulator nur fĂŒr diesen Zweck einbauen musste. Nur fĂŒr den einen Zweck, das ELKS von einer „Diskette“ auf eine CF-Karte zu installieren, bedeutet dies sehr viel Bastelei. AusfĂŒhren der Festplattenprogramme und Kopieren der Dateien von USB-Stick verliefen dann ohne nennenswerten Lese- und Schreibfehlern.

ELKS Installation mit NuXT Versuchsaufbau
Ich werde mal abwarten, bis eine neuere Version als die aktuelle 0.8.1 zur VerfĂŒgung steht. Vielleicht wurden dann die vorgefertigten Harddisk Images mit einem Boot-Flag nachgebessert. Weitere Konfiguration, sowie Optimierungen werde ich mal separat behandeln. Hoffentlich dann mit den EindrĂŒcken des eigenen IBM XT PCs. Hier nur die Kurzanleitung zur Installation von Floppy auf eine 64 Megabyte CompactFlash-Karte.
fdisk /dev/hda
nâ neue Partition/dev/hda1ĂŒber das ganze Speichermediumbâ bootable Flag setzenwâ schreiben, dannqzum Verlassen
mkfs /dev/hda1 60000 # MINIX v1 erstellen
sys -M /dev/hda1 # ELKS + Bootloader installieren
echo "##" > /bootopts
echo "root=hda1" >> /bootopts
sync; shutdown -r
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